Stadt Abenberg

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Turmschreiberschaft

Der Abenberger Turmschreiber ist seit 2004 ein fester Bestandteil der kulturellen Aktivitäten des Landkreises Roth auf dem Gebiet der Literatur.

Sein Aufenthalt und Wirken wird in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Abenberg und dem Förderkreis Historische Burg Abenberg im dreijährigen Wechsel mit dem Jugendliteraturpreis „Schreibe...“ und der Verleihung des Elisabeth-Engelhardt-Literaturpreises organisiert.

1. Turmschreiber Reinhard Knodt (2004)

Mit dem Titel des ersten Abenberger Turmschreiberbuches wendet sich Knodt an seine vorerst fiktiven Nachfolger. Er spürt darin als erster, die Geheimnisse der Burgstadt auf, denn er wandert sehr aufmerksam durch das Abenberger Land und macht dabei ungeahnte Entdeckungen. Leichtfüßig und oft ironisch lässt er die Leser daran teilhaben.

Bei den kleinen Umwegen schimmert der Philosoph besonders durch. Ein rundum gelungenes Buch mit ganz neuen Ein- und Ausblicken auf Abenberg und Umgebung.

Reinhard Knodt reiht die „Wahrheit über Abenberg“ in kleinen Wortkugeln auf einer Perlenkette. 

18 Erzählungen sind es, oft in Essayform. Lesefreude für alle, die die fränkische Seele und Landschaft ergründen wollen.

2. Turmschreiber Gerd Scherm (2007)

Man kann ihn sich vorstellen, den zweiten Turmschreiber Gerd Scherm, umhüllt von Vergangenheit mitten in einer realen Welt, in der das Vogelgeschrei der dort wohnenden Mauersegler Geschichte und Gegenwart als immerwährenden Turnus vereint.

Was er in seinem Buch mitteilt sind keine niedergeschriebenen Texte, das sind Empfindungen, sind Innerlichkeiten in sprachliche und schriftliche Form gebracht.

Ein fränkischer Ereignishorizont formt sich hier und bildet eine historische Kulisse, bunt bevölkert wie ein Märchenbasar: Streitbare Minnesänger, allgegenwärtige Ortsheilige oder die Veteranen von Woodstock auf dem Burganger.

Eine Hommage an die Menschen und ein Land, in dem es noch so viel zu entdecken gibt.

3. Turmschreiber Bernhard Lassahn (2010)

Als dritter Turmschreiber, hält der geistige Vater von Käpt‘n Blaubär Einzug auf der Burg. Und tatsächlich entlocken einem bereits die ersten Sätze des Buches ein breites Schmunzeln. 

Die Verwirrungen der ersten Tage in der Burgstadt, hervorgerufen u.a. durch den fränkischen Dialekt, der sich ja bekanntermaßen hart tut mit hartgesprochenen Konsonanten. Aber auch die vielen berühmten Menschen, die vor ihm schon im Turm genächtigt haben, sind für Lassahn natürlich ein gefundenes Fressen.

Seine in Abenberg gesammelten Geschichten sind skurril und etwas für Erwachsene, die sich von ihrer Kindheit nicht sang- und klanglos verabschiedet haben. Er schreibt Prosa und Lyrik und ist fasziniert von der fränkischen Sprache.

4. Turmschreiber Klaus Gasseleder (2013)

Der vierte Turmschreiber und leidenschaftliche Wanderer und Erkunder, Klaus Gasseleder begibt sich in Abenberg auf die Suche nach dem fränkischen Ich. Aus dem, was er in den Gassen und auf den Straßen und Wegen Abenbergs, während seiner Turmschreiberzeit gesammelt hat, schafft er eine literarische Heimatkunde.

Er hält sich an die gestaltenden Kräfte der Natur und die gestaltenden Kräfte, die er im Abenberger Alphabet nennt: Burgherren, Landwirte, Hopfengärtner, Klöppler, Klosterfrauen, Maurer, Handwerker und auch einige Menschen, die er nicht aufführt. Sie alle, die da ein- und ausgegangen sind, haben Abenberg geschaffen.

Real, nicht symbolisch. Ihnen widmet er dieses Buch.